Wald und Wirtschaft

 

Im Klimakontext gewinnt Wald an Bedeutung auch für waldferne Industrien

 

Die Forst- und Holzindustrie ist ein durchaus substantieller Wirtschaftsfaktor. Allein in Deutschland setzen die waldnahen Industrien – wie z.B. Papierfabriken, Sägewerke, Zellstoffunternehmen und Holzwerkstoffbetriebe sowie Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau – jährlich etwa 160 Milliarden Euro um und beschäftigen über 1,2 Millionen Menschen. Doch im Klimakontext gewinnen die Wälder auch für Wald-ferne Industriene an Bedeutung. Denn die kosteneffizientesten CO2-Einsparmöglichkeiten auf internationaler Ebene liegen u.a. im Wald- und Forstbereich.

 

 

Aufforstung, Wiederaufforstung und Vermiedene Entwaldung als Klimastrategie

 

So besteht grundsätzlich bereits heute – wenn auch in geringem Umfang – die Möglichkeit Projekte im Bereich der Aufforstung (Afforestation), Wiederaufforstung (reforestation) und vermiedenen Entwaldung (Avoided Deforestation) durch die Generierung von CO2-Emissionsrechten zu kofinanzieren. Allerdings findet ein Großteil dieser Projekte im freiwilligen Markt statt und dient ausschließlich der Erfüllung von Selbstverpflichtungen. Der Bali Action Plan von 2007 fordert eine stärkere Einbeziehung zumindest von vermiedener Entwaldung (Avoided Deforestation) über den sogenannten REDD-Mechanismus (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation).

 

Artikel: Wald und Wirtschaft
Autoren: Georg Schattney und Juliane von Stockhausen
© Business Communications Consulting, Frankfurt

 

 

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