Wald ist wichtiger Wirtschaftsfaktor
Wälder sind sehr ergiebige Rohstofflieferanten: Sie produzieren und liefern neben Holz auch Fasern, Früchte, Farbstoffe, Medizinalpflanzen sowie Fleisch und Fisch. Das weltweite Handelsvolumen mit Nichtholz-Produkten (non-timber forest products, NTFPs) beträgt jährlich ca. 7,5 bis 9 Milliarden US-Dollar. Medizinpflanzen und die daraus verarbeitete Medikamente sind schätzungsweise 108 Milliarden US-Dollar wert.
1,6 Milliarden der ärmsten Menschen hängen vom Wald ab
Wenn wir weiterhin zu viel Holz verbrauchen und bei dessen Gewinnung gleichzeitig den Nachschub der Nichtholzprodukte zerstören, wird der Wald als Wirtschaftsfaktor verloren gehen. Rund 1,6 Milliarden Menschen hängen zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes von den Wäldern ab. Durch eine nachhaltige Forstwirtschaft und die nachhaltige Ressourcennutzung kann der Wald erhalten bleiben, ohne dabei auf die gewinnbringenden Produkte verzichten zu müssen.
Artikel: Wald als Wirtschaftsfaktor
Autoren: Georg Schattney und Juliane von Stockhausen
© BCC Business Communications Consulting, Frankfurt
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Folgende Institutionen und Webseiten eignen sich zur ersten Orientierung:
Food and Agricultural Organization der Vereinten Nationen (FAO): Abteilung Forstwirtschaft
Die Abteilung Forstwirtschaft der FAO fördert die nachhaltige Forstwirtschaft. Sie unterstützt und berät Länder bei der technischen Umsetzung von Projekten, erfasst und verbreitet Fachkenntnisse zum Thema Wald und fungiert als unabhängiges Forum für den technischen und politischen Austausch unter den Staaten. Die FAO Forestry-Webseite bietet einen umfangreichen Informationsdienst, öffentliche Datenbanken sowie einen Veranstaltungskalender rund um das Thema nachhaltige Forstwirtschaft. Sie eignet sich sehr gut für Recherchezwecke.
World Resources Institute (WRI)
Das World Resources Institute (WRI) ist einer der führenden ökologischen Think-Tanks zum Thema nachhaltige Ressourcennutzung. Zum umfassenden Angebot an Publikationen und Informationen zu den Themenbereichen „Climate & Energy“, „Governance & Access“, „Markets & Enterprise“ sowie „People & Ecosystems“ gehört auch eine Vielzahl von Studien zur Forst- und Holzwirtschaft.
Confederation of European Paper Industries (CEPI)
Der Dachverband der europäischen Papierindustrien (CEPI) bietet umfangreiche Informationen zu den Themenbereichen Umwelt, Wald, Recycling und Nachhaltigkeit. Er bietet eine gute Übersicht darüber, wie sich die internationale und europäische Waldpolitik sowie die Ansätze des Waldschutzes über Zertifizierungssysteme und Einschränkungen durch die Importpolitik aus Sicht einer der Hauptabnehmerindustrien für Holz darstellen.
Deutscher Forstwirtschaftsrat (DFWR)
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Kreise der Bundesrepublik Deutschland. Er spricht im Namen von rund 2 Millionen Waldbesitzern, die eine Fläche von 11,1 Millionen Hektar Wald, das sind 31% des Bundesgebietes, im Interesse der Waldwirtschaft ebenso wie im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes pflegen und bewirtschaften. Auf der Webseite gibt es umfangreiche Informationen über die Bedeutung des Waldes als Wirtschaftsfaktor und Rohstofflieferant sowie über die Nachhaltige Forstwirtschaft.
Hauptverband der Deutschen Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HDH)
Der Hauptverband der Deutschen Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industriezweige e.V. (HDH) bietet umfassende Informationen zur wirtschaftlichen Bedeutung der Holz verarbeitenden Industrie in Deutschland und verlinkt auf zahlreiche Fach- und Regionalverbände.
Verband der deutschen Säge- und Holzindustrie (VDS)
Der Verband der deutschen Säge- und Holzindustrie (VDS) bietet Informationen zur Sägeindustrie, der als Bindeglied zwischen der Forstwirtschaft und der Holzwirtschaft eine wichtige Funktion zukommt. Zentrale Themen sind u.a. Nachhaltige Forstwirtschaft und Zertifizierung.