Importpolitik soll illegalen Holzeinschlag drosseln
Illegaler Holzeinschlag und der Handel mit illegal eingeschlagenem Holz sind ein verbreitetes Phänomen in vielen Entwicklungsländern. Verbote und angedrohte Sanktionen verfehlen oftmals ihre Wirkung, denn es mangelt häufig nicht an gesetzlichen Bestimmungen, sondern an ihrer Durchsetzung und Überprüfbarkeit. Nach geltendem brasilianischem und indonesischem Recht sind 80 – 90 % des dort erfolgten Holzeinschlags illegal.
28% der EU-Holzimporte stammen aus illegalen Quellen
Seit dem im Rahmen der G8 beschlossenen „Aktionsprogramm Wald“ von 1998 rückt die Rolle der Abnehmerländer bei der Zerstörung der Wälder zunehmend in den Vordergrund. Insgesamt stammen derzeit rund 28% der EU-Holzimporte aus illegalen Quellen. Mit ihrem Aktionsplan „Forest Law Enforcement, Governance and Trade“ (FLEGT) von 2003 hat die EU konkrete Schritte ergriffen, um die missbräuchlichen Praktiken einzudämmen. In den USA dient der „Lacey Act“ der Bekämpfung von illegalen Holzimporten. Eine erfolgreiche Importpolitik geht Hand in Hand mit Zertifizierungssystemen für Holz.
Artikel: Importpolitik für Holz
Autoren: Georg Schattney und Juliane von Stockhausen
© Business Communications Consulting, Frankfurt
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